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Schon vor ca. 1,5 Millionen Jahren nutzten unsere Vorfahren gezielt Feuer. Damals diente das Feuer nicht nur zur Wärmeerzeugung, sondern auch zum Schutz vor wilden Tieren und zur Erwärmung von Nahrung, bzw. um diese haltbar zu machen.

Es gibt viele Sagen darüber, wie das Feuer zu den Menschen kam, in einigen ist es ein Geschenk der Götter, in anderen wurde es den Göttern gestohlen. Tatsache ist, dass ohne Feuer unser Leben wie wir es kennen sich so nicht entwickelt hätte und wohl auch nicht möglich wäre.

offene Feuerstelle, rustikal mit Kuhlfell-Deko

Es ist anzunehmen, dass unsere Vorfahren durch natürlich entstandene Feuer, zum Beispiel nach Blitzeinschlag, nicht nur die Vorteile eines Feuers entdeckten, sondern diese auch für sich nutzten. Anfangs konnten sie selber kein Feuer entzünden und mussten vorhandene Feuer hüten und mit weiterem Brennmaterial versorgen.

Wann genau der Mensch gelernt hat, Feuer selber zu entzünden ist nicht genau bekannt. Es war aber anfangs viel Geschick und Ausdauer erforderlich, so wurde zum Beispiel ein Stöckchen aus Hartholz lange und schnell auf einem Stück Weichholz gerieben. Auch mit Hilfe von funkenschlagenden Steinen aus bestimmten Mineralien konnte Feuer erzeugt werden. Heutzutage ist es einfacher! Wir bieten Ihnen auch Anzünder, nur aus Naturholz und Wachs, ohne Leim oder künstliche Bindemittel. Damit Sie Ihr Naturprodukt "Holz" auch natürlich entzünden können. So haben Sie die Möglichkeit, mit ruhigem Gewissen für Natur und Portemonnaie die Wärme zu genießen.

Ohne Feuer wäre die Besiedlung des nordalpinen Europas während der Eiszeit nicht möglich gewesen. Auch die bekannte Gletschermumie "Ötzie" hatte ein Gefäß zur Feuerbewahrung bei sich: ein Behälter aus Birkenrinde in dem glühende Holz- oder Kohlestücke mit frischen Blättern umwickelt, aufbewahrt wurden. Man könnte sagen, das entspricht unserem heutigen Feuerzeug.

Besonders die Verarbeitung von Nahrung mit Hilfe von Feuer beeinflusste die Entwicklung unserer Vorfahren erheblich. Die Nahrung wurde durch das Garen bekömmlicher, leichter verdaulich und wurde besser verwertet. Besonders durch Garen von Fleisch standen mehr Proteine zur Verfügung, das Gehirn konnte sich besser entwickeln.

Aber auch im alltäglichen Leben wurde Feuer immer unersetzlicher, mit Feuer konnten Tongefäße gebrannt werden, Pechschwefel zur Abdichtung von Booten hergestellt werden und natürlich lieferte Feuer Wärme in der kalten Jahreszeit.

Auch heutzutage gibt es noch Eingeborenenstämme wo Feuer durch Reibung oder ähnlichem entfacht wird. Bei uns kommt Feuer in der Regel als "gezähmte" Variante daher. Angezündet wird mit Streichholz oder Feuerzeug, aber auch mit Piezozündung. Die Nutzung ist vielfältig und einfach. Unser heute genutztes Feuer hat aber mehr mit Gemütlichkeit als mit Überleben zu tun. Und wenn Feuer außer Kontrolle gerät, zum Beispiel bei einem Wald- oder Hausbrand, sieht man wieder wie gefährlich Feuer auch heutzutage noch sein kann. Das Wegwerfen von brennenden Zigarettenkippen ist zum Beispiel ein sehr häufiger Auslöser großer Brände!

Erst Ende März 2014 hat eine weggeworfene Zigarettenkippe einen Megawaldbrand in Innsbruck ausgelöst. Es waren insgesamt rund 730 Feuerwehrmänner, 130 Soldaten, 55 Mitarbeiter des Roten Kreuzes, 60 Bergretter und 15 Polizisten im Einsatz. Acht Hubschrauber absolvierten knapp 2.000 Kontroll- und Löschflüge.

Der Waldbrand hatte sich auf eine Fläche von rund 50 Hektar ausgeweitet.

Deswegen ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Feuer jeder Art erforderlich! Sonst kann aus dem Segen ein Fluch werden.